|
Trocken-heißes Klima, wirtschaftliche Probleme, Armut und mangelnde Bildung ersticken häufig Ansätze von eigenständiger Entwicklung in der Sahelzone im Keim. Deswegen hat es sich der gemeinnützige Verein "Sonnenenergie für Westafrika e.V." zur Aufgabe gemacht, durch sinnvolle Entwicklungshilfe im Bereich der Solarenergienutzung die Lebensumstände der betroffenen Menschen nachhaltig zu verbessern.
Zu den vorrangigen Zielen der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort gehören dabei:
- die Schaffung von zukunftsträchtigen Ausbildungs- und Arbeitsplätzen
- der Kampf gegen Verarmung
- der Zugang zu Bildung
- die Verbesserung der Gesundheitslage
- die Verminderung von Landflucht
- die Bekämpfung der Wüstenbildung in der Sahelzone
In Burkina Faso hat SEWA den Status einer Nichtregierungsorganisation (NGO) und arbeitet eng mit lokalen Organisationen und Firmen zusammen.
- Energieversorgung in Haushalten: Solarkocher und kleine Warmwasseranlagen lösen private Haushalte von der Abhängigkeit vom teuren Brennholz. Das hat nicht nur Kosteneinsparungen für die Familien zur Folge, sondern führt auch zur Vermeidung von Gesundheitsschäden, zur Reduktion der CO2-Emissionen, zur Aufhaltung der Wüstenbildung und letztlich zur Schaffung von Arbeitsplätzen in der Produktion. Der aktuell verwendete Solarkocher bringt mit 1.000 W ein Liter Wasser in fünf Minuten zum Kochen und erzeugt Temperaturen bis zu 300°C!
- Gewerbliche Solarenergienutzung: Auch in größerem Maßstab kann die Sonne genutzt werden - z.B. für warmes Wasser in Hotels oder zum Kochen in Großküchen. Inzwischen hat in Ouagadougou sogar der erste Solarimbiss mit Solarkocher und -backofen eröffnet!
- Ausbildung: Vor Ort werden Handwerker, Techniker und Ingenieure im Bereich der erneuerbaren Energien aus- und fortgebildet. Durch ihre Qualifikation wird für sie und ihre Familien der Grundstein für eine gesicherte Zukunft gelegt.
- Elektrifizierung im ländlichen Raum: Neben Solarlampen für Privathaushalte werden vor allem Schulen mit Solarstromanlagen ausgestattet. Damit wird vielen Kindern, aber auch Erwachsenen der Zugang zu Bildung ermöglicht, der ihnen sonst ohne abendliche Beleuchtung verwehrt bliebe. Erfolgreiche Schulpartnerschaften mit deutschen Schulen haben so beispielsweise die Erfolgsquote bei Abschlussprüfungen an einer Schule von 50% auf fast 100% gesteigert - weil Schüler und Lehrer auch noch nach Sonnenuntergang lernen und den Unterricht vorbereiten können.
| |
|