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Die westafrikanische Republik Burkina Faso nimmt auf der Liste der ärmsten Länder der Welt einen traurigen Spitzenplatz ein. Das trockene und heiße Klima bereitem dem Land große wirtschaftliche Probleme und weit verbreitete Armut. Nur etwa 15 % der Bevölkerung hat Zugang zu elektrischem Strom, die Analphabetenquote liegt bei ca. 75 %. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt - nicht zuletzt wegen AIDS - gerade einmal 46 Jahre, die Kindersterblichkeit wird mit ca. 16 % beziffert.
90 % der Energie wird aus Brennholz gewonnen, das vor allem zum Kochen eingesetzt wird. Die schonungslose Abholzung führt zur Ausbreitung der Wüste und zur weiteren Verteuerung des Energieträgers, weshalb oft auf das dringend notwendige Abkochen von Trinkwasser verzichtet wird. Darüber hinaus verursacht der Rauch von Holzfeuern schwere gesundheitliche Schäden.
Fehlende elektrische Beleuchtung führt bei vielen Menschen in Burkina Faso zu schweren Augenerkrankungen. Weil auch die meisten Schulen über keinen elektrischen Strom verfügen, ist Unterricht nach Sonnenuntergang kaum möglich. Damit wird Erwachsenen und Kindern, die tagsüber in ihren Familien mitarbeiten müssen, der Zugang zu Bildung von vornherein unmöglich gemacht. Nur knapp 40 % der Kinder besuchen eine Schule.
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