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Ouagadougou-Newsletter # 13 - Juli 2006
Afrikanische Zirkelbezüge
Ouagadougou, 03.08.2006
Ein Jahr nach unserer Ankunft scheint alles wieder wie am Anfang zu sein, der Kreis sich zu schließen: heftige Gewitter überfluten und zerstören die Staubpisten der Stadt, machen Wege unpassierbar, legen für ein paar Stunden die ganze Millionenmetropole lahm. Schwärme von Moskitos tauchen plötzlich wieder wie aus dem Nichts auf, um sich auf ihre unvorbereiteten Opfer zu stürzen. Schwül und drückend hängt die dreckige Luft über der Hauptstadt, die schwitzend und müde gegen diese Last ankämpft.
So habe ich Ouagadougou kennen gelernt, so werde ich diese Stadt auch verabschieden. Dürfen und müssen.
Und doch hat sich so vieles geändert: Nicht mehr unbekannt und undurchdringbar, nein, vielmehr vertraut erscheinen mir jetzt die Geräusche und Gerüche der Stadt. Ich tauche ein in Stimmen und Farben, verliere mich zwischen Menschen, die zu Freunden geworden sind. Komische Laute verlassen ihre Lippen, verlassen nun auch meine Lippen, doch fremd kommen sie mir nicht mehr vor.
Je näher der Abschied rückt, desto deutlich wird mir, wie alltäglich, gewohnt, wohlbekannt diese verrückte Welt für mich geworden ist – aber auch, dass sie eben doch nicht meine Heimat ist. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe ich daher der bevorstehenden Rückkehr entgegen…
 Regen überflutet die Straßen, lässt sie zu reißenden Flüssen werden
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