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Ouagadougou-Newsletter # 12 - Juni 2006
Eine WM, zwei Reisen, drei Pannen, vier Schulen
Ouagadougou, 07.07.2006
EINE WM
Afrikaner schauen anders Fußball. Eruptionsartig kommt im „Haus des Volkes“ Stimmung unter den rund tausend Fans auf, wenn immer einer der Lieblingsspieler an den Ball kommt, die eigene Mannschaft den Ball gewinnt oder ein Tor fällt - schon unmittelbar danach ist sie aber auch schon wieder verflogen. Die Burkinabè scheinen sich für die einzelnen Aktionen zu begeistern, weniger für das gesamte Spiel.
Anders ist das natürlich, wenn eine der drei Mannschaften aus den Nachbarländern auf dem Feld steht. Trikots und Fahnen werden dann gezeigt, Fangesänge gegrölt – schade also, dass ein größerer afrikanischer Erfolg ausblieb!
ZWEI REISEN
Wenig alltäglich verliefen unsere beiden Reisen im Juni. Während die erste Reise in den Nordwesten nur durch ein unerwartet heftiges Gewitter gestört wurde, hatten wir bei der zweiten Reise in den burkinischen Sahel mit ganz anderen Problemen zu kämpfen…
DREI PANNEN
Gleich drei Mal gaben die Reifen unseres Offroad-Wagens auf den kaputten Staubpisten Richtung Wüste nach, zwei Mal zerfetzte es dabei förmlich die maroden Mäntel. Reichlich ungeschickt, wenn das ausgerechnet mit nur einem Ersatzrad und auch noch mitten in der Halbwüste passiert…
Die drei Pannen kosteten uns schlussendlich einen ganzen Tag - umso erleichterter waren wir, als wir nach vier Tagen wieder wohlbehalten aus dem heißen Norden zurückgekehrt waren.
VIER SCHULEN
Auf unseren beiden Reisen hatten wir insgesamt vier Dorfschulen elektrifiziert: In Tamsé, Tindila, Fili-Fili und Pétéga, allesamt fernab von geteerten Straßen, elektrischem Strom aus der Steckdose oder Wasser aus der Leitung, können die Grundschüler nun im elektrischen Licht der Solaranlagen ihre Hausaufgaben erledigen. Nicht nur das: Auch die Erwachsenen, von denen gerade in den nördlichen Regionen nur etwa jeder Zehnte eine Schule besucht hat, bekommen jetzt endlich die Möglichkeit, lesen und schreiben zu lernen - dank der Sonne!
 WM-Begeisterung auch in Burkina
 Gespräch mit Elternvertretern in Fili-Fili - nur mit Übersetzter!
 Auf dem Dach der Grundschule von Pétéga, irgendwo im Sahel
 Gruppenbild in Fili-Fili, nahe der Grenze zu Mali
 Mit zerfetzten Reifen mitten in der Halbwüste
 Fröhliche Kinder in Djibo
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